Trauma und Demenz - Wenn alte Traumatisierungen bei Menschen mit Demenz aufbrechen

 

Eine große Zahl von Menschen mit Demenz haben in der Kriegs- und Nachkriegszeit traumatische Erfahrungen von körperlicher und seelischer Gewalt erleiden müssen. Über die schrecklichen Erlebnisse wurde kaum gesprochen, eine Kultur des Aufarbeitens gab es nicht. Die Folgen dieser erlittenen Traumata können unsichtbare Regisseure hinter dem Verhalten von Menschen mit Demenz sein, das uns oft unerklärlich erscheint. Die Gefahr der sogenannten Re-Traumatisierung, d.h. das Wiederleben und Wiedererinnern auch in der Demenzerkrankung kann unter bestimmten Situationen auftreten. Wie zum Beispiel die Übersiedlung in ein Heim, die Aufgabe der Wohnung, der Verlust von Bezugspersonen, aber auch Gewitter, Sirenen, dunkle Räume und Intimwäsche können Schlüsselreize für den traumatisierten Menschen mit Demenz sein, um erneute Traumagefühle zu erleben.

In diesem Seminar wollen wir uns mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Was wird unter einem Trauma verstanden?
  • Was können mögliche Traumafolgen sein?
  • Was bedeutet Retraumatisierung und Trauma-Reaktivierung bei alten Menschen und bei Menschen mit Demenz?
  • Wie kann ich als Betreuender mit Betroffenen Menschen in der Begleitung umgehen?
  • Was sind grundlegende Aspekte die beachtet werden sollten?

Methoden:

Lehrvortrag, Gruppenarbeit, Austausch, Fallbeispiele, Stabilisierungs- und Selbsterfahrungsübungen

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NEU 2018

Ideal für

  • Pflege
  • Psychosoziale Begleitung
  • Pflegende Angehörige
  • Erwachsenenbildung
  • Alle Interessierte

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